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Air Policing Baltikum
Hintergründe und Info
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Seitdem Estland, Lettland und Litauen im Jahr 2004 der NATO beitraten, wird die Überwachung und Sicherung des Luftraums von anderen NATO-Mitgliedern übernommen. Der Grund für das NATO Air Policing ist, dass die litauischen, lettischen und estnischen Streitkräfte zwar durch Zusammenarbeit im Baltic Air Surveillance Network (BALTNET) seit 2006 Luftraumüberwachung durchführen können, aufgrund des Fehlens fliegender Waffensysteme jedoch nicht in der Lage sind Sichtidentifikation durchzuführen oder die Lufthoheit (zum Beispiel durch Abfangen oder Abdrängen) selbst durchzusetzen.
Für die Sicherung des Luftraums werden Jagdflugzeuge auf dem Flughafen Šiauliai in der Nähe der Stadt Šiauliai stationiert. Die Kontingente umfassen typischerweise vier Flugzeuge und etwa 100 Mann Personal. In der Regel findet ein Kontingentwechsel nach etwa drei Monaten statt. Ab 1. September 2009 wird dieser Zeitraum auf vier Monate verlängert.
Die bisher beteiligten Staaten waren Belgien, Dänemark, das Vereinigte Königreich, Norwegen, die Niederlande, Deutschland, USA, Polen, Türkei, Spanien, Frankreich, Rumänien und Portugal.
Zur Luftraumüberwachung entsendete die NATO bis 2006 entsprechendes Fachpersonal, zum Beispiel Soldaten aus dem Einsatzführungsdienst der Luftwaffe, zur Luftraumkontrolleinheit in Kaunas/Litauen. Zusätzlich wurden Jägerleitoffiziere in Deutschland ausgebildet.
Ab 2018 soll die Luftraumüberwachung und -sicherung von den drei Staaten selbst durchgeführt werden.